Global Eco Forum: auf Qualität setzen – aber was heisst das?

Global Eco Forum: auf Qualität setzen – aber was heisst das?

Gestern war ich bei einem Workshop zum nachhaltigen, ländlichen Tourismus im Rahmen des Global Eco Forums 2012, kurz #GEF12. Dabei drehte sich alles darum, wie der Tourismus nachhaltiger wird, und welche Synergien sich zwischen den verschiedenen Anbietern nutzen lassen.

global-eco-forum-2012_forum-for-sustainability_by-desconnect_416-x-700Schon nach der ersten Präsentation war allen klar:

Nachhaltigkeit ist eine prima Gelegenheit, die Qualität des touristischen Angebots zu verbessern!

Ok, gebongt! Nur: Was bedeutet Qualität im Tourismus denn eigentlich?

Ich denke, dass Qualität oft mit einer falschen Vorstellung von Luxus verwechselt wird, denkt man nur an die viel erwähnten Golfplätze oder die ‚bequeme Anreise‘ per naheliegender Autobahn oder dem Flughafen um die Ecke.

Dabei sind es oft gerade die „tourismusfreundlichen“ Attraktionen wie Golfplätze, die sich negativ auf das direkte Umfeld und die Natur auswirken.

 

Qualität im ländlichen Tourismus

… geht für mich mit folgenden Punkten einher: Als erstes kommen Ruhe, Luftqualität und hausgemachtes Essen, bei dem z.B. die Marmelade am Frühstückstisch direkt aus dem Einmachtopf kommt, wie ihn unsere Groβeltern hatten, und nicht erst 3 Plastikverschweiβungen aufgerissen werden müssen. Auch die Qualität des Wassers ist wichtig, sowohl die des Leitungswassers als auch des Sees oder der Flusses in der Region.

Die Qualität eines Ferienhauses

… misst sich z.B. auch anhand der Ausstattung der Betten oder der Materialien, aus denen die Gartenmöbel gemacht sind, oder auch die Art und Weise, wie die Gäste empfangen werden. Und ist Qualität nicht auch die Möglichkeit, zwischen mehreren lokalen Angeboten vor Ort je nach Lust & Laune spontan aussuchen zu können? Versteckte Ecken erkunden, die euch Einheimische mit Begeisterung zeigen, statt einer Kasette in einem Reisebus zuzuhören, ohne dass jemand da ist, den man etwas fragen könnte.

 

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Ein anderer Punkt wurde genannt, und der leuchtete allen direkt ein:

Vom öffentlichen Sektor aus ist nichts zu erwarten!

Das ist keine Überraschung, weder in guten Zeiten noch in Zeiten von Krise und Kapitalmangel. Grundlegende Änderungen werden selten von oben dirigiert, es sind die kleinen, guten Beispiele, die die Dinge vorantreiben.

 

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Das war gerade das Gute an dem Workshop, dass er sich nicht an die groβen Touristikagenturen sondern an die kleinen Anbieter richtete, wie z.B. Eigentümer von Landhäusern, Betreibern von Outdoor-Aktivitäten oder Abenteuerausflügen, Bildungszentren (z.B. war ein Zentrum für Permakultur dabei), Reiseführer des naturnahen Tourismus etc.

Der nachhaltige Tourismus in Katalonien existiert und wächst stetig!

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Glückwunsch an die Veranstalter, die uns in kürzester Zeit neben spannenden Vorträgen auch die Gelegenheit gaben, direktes Networking zu betreiben und Ideen auszutauschen.

So kam auch der tolle Kontakt zu Bea und Feliz von LA ISLA VERDE zustande! Sie haben sich nach fünf Jahren intensiver Bauarbeiten den Traum eines vollkommen energieautarken Landhauses inmitten von Natur erfüllt. Ein paar Monate nach dem Global Eco Forum war ich da:

Es war wie Liebe auf den ersten Blick! Seitdem promote ich das nur 45km von Barcelona entfernt liegende Ferienhaus mit wahrer Wonne.

Wir haben schon viele internationale Feriengäste dort begrüssen können. Hier geht’s direkt zur Öko-Finca in der Nähe von Montserrat.

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